Poesie

Jetzt wird es richtig persönlich!

 

Schreiben hat schon immer zu meinem Leben gehört. Es ist meine Form des Seelenausdrucks und auch wenn mir das Bloggen unglaublich viel Spaß macht, gibt es doch noch ganz andere Facetten des Schreibens, die ich nicht missen möchte.

 

Auf bunte Kinder geht es um Kinder, die irgendwie anders sind, sensibler, offener, quer denkender, rebellischer, leiser und vieles mehr. Aber auch in uns Erwachsenen gibt es diese Kinder. Unsere inneren Kinder, die manchmal schreien, manchmal unendlich traurig sind und uns zu bedürftigen, hilflosen Erwachsenen werden lassen. Mein Weg zu mir selbst war und ist stark davon geprägt mit meiner eigenen, kleinen Verena gut umzugehen.

 

Vor vier Jahren begann ich dazu zu schreiben. Die Geschichte von meinem eigenen inneren Kind mit dem Arbeitstitel “die Reise aus dem Eis”. Meine kleine Verena war jahrelang unter einer dicken Schicht aus Eis eingesperrt, sah den anderen beim Leben zu und hatte selbst viel zu viel Angst davor. Die Auseinandersetzung mit meiner Hochsensibilität und mein eigenes, inneres, schamanisches Arbeiten waren die Grundlagen für die entstandenen Texte. Damals saß ich tief in einer Krise, im Endeffekt sagten die Ärzte Burnout und Depression. Was mir geholfen hat, war das Schreiben, der Besuch bei einer Schamanin und mein Arzwechsel zu einer tollen homoöpathischen Ärztin mit der ich mein Konstitutionsmittel herausfand. Statt Antideprissiva gab es zwei Kügelchen im Monat und die verdammt harte Auseinandersetzung mit mir selbst und dem Leben. Dass ich jetzt auf diesem Blog schreiben kann, im Januar einen (hoffentlich) neuen Job haben werde und wunderbare Menschen in meinem Leben habe, dass ist das Ergebnis dieser damaligen Zeit.

 

 

Wer also mal in das Innenleben einer hochsensiblen Frau sehen möchte, die den Tiergeistern und der Natur stark verbunden ist und sich auf den Weg machte, ihr eigenes inneres Kind lieb zu haben, der darf gerne in den Texten schmökern. Es ist wohl am Ehesten als ein Erfahrungsbericht, der etwas anderen Art zu bezeichnen. Und es gibt einen sehr klaren Einblick in das Erleben von einem hochsensiblen Menschen. Wer davon nichts hält sollte es sein lassen!

 

Den Einstiegstext gibt es direkt hier, alle anderen werden in Links folgen

 

 

Die Reise aus dem Eis

 

29.01.2013

 

Ein Tag für mich

Back to the roots ist das Motto, dass sich durch die Wochen und Monate zieht, wie eine Schnur. Daran aufgereiht, Menschen und Erlebnisse aus vergangenen Zeiten und Antworten, ganz viele Antworten.

Heute ist es, wie Luft holen und doch wie ein Schluck Wasser in der Ecke sitzen. Es wechselt sich ab. Tatendrang mit Lethargie und Ideen mit Mustern. Alles so sehr miteinander verschmolzen, dass es sich nicht mehr richtig trennen lässt.

Und doch habe ich eines begriffen und ich denke und spüre, dass dies vielleicht tatsächlich so etwas wie der erste Schritt sein könnte. Der erste Schritt, um wieder an die Oberfläche zu kommen.

Denn dort wo ich bin, ist Eiszeit und Einsamkeit und Verzweiflung. Als wäre ich eingesperrt… unter einer dicken Schicht aus Eis. Ich kann die Menschen sehen, aber sie mich nicht. Ich klopfe gegen das Eis und versuche auf mich aufmerksam zu machen, sie hören mich nicht. Und meine Kraft wird schwächer und schwächer. Es wird kalt und zieht mich immer tiefer. Tiefer in die Dunkelheit, die Kälte und den Schmerz und in letzter Konsequenz, den Tod. Und das alles… ohne dass jemand sieht, wo ich bin. Wo ich wirklich bin. Denn meine Hülle, mein Trugbild steht oben.. auf der Eisschicht. Lächelt und kämpft. Hält aufrecht, was alle sehen. Aber das ist nur ein Abbild von mir. Mein Wahres Ich ertrinkt, ohne dass es jemand bemerkt.

Und es wird mich niemand sehen… Ich muss selbst da raus kommen. Und anstatt unter dem Eis zu sein und gegen die Wand zu schlagen, die mich von den Lebendigen trennt, muss ich anfangen zu schwimmen. Um mein Leben schwimmen! Schwimmen mit kräftigen Zügen, um einen Ausgang zu finden. Und die Tiefe wird mich nicht gehen lassen wollen. Und die Kälte wird meine Glieder schwer und schwerer machen und sich in mein Herz einnisten wollen. Und die Angst, die Angst wird mir die Sinne rauben wollen, damit ich aufgebe und sinke. In die Schwärze, die mich verschlingen wird. Alles von mir.

Und genau deswegen darf ich nicht aufgeben.

Ich muss kämpfen, um mein eigenes Leben. Niemand kann diesen Kampf für mich führen, nur ich alleine. Muss beweisen, dass ich stark genug bin. Muss meine Kraft wiederfinden und mein Licht. Denn Kälte, Angst und Tiefe haben mich glauben lassen, ich sei schwach und klein und kraftlos. Und in diesem Glauben lassen sich keine Schlachten ausrichten.

Ich muss an mich glauben!
Und losgehen!

Aufhören darauf zu hoffen, dass mich jemand retten wird.
Aufhören zu hoffen, dass mich jemand sieht. Sieht, so wie es wirklich in mir aussieht.

Das kann niemand, denn ich habe mein Trugbild auf der Eisfläche stehen, das lächelt und sich Mühe gibt alles normal erscheinen zu lassen.

Muss ich es zusammen fallen lassen?
Um dann… ganz bei mir zu sein…

Ich kenne den Weg. Er heißt Aktivität!
Er heißt KÄMPFEN
Für mich!
Um mich!

Ich muss ins Wasser gehen, in meine Gefühle, in mein Ich.

Ich muss lernen mein Ich wieder zu spüren
Meine Kraft wieder zu finden
Meine Wärme und mein Licht

Dann wird das Eis schmelzen
Und ich frei sein

Der Eisbär ist an meiner Seite. Sein dickes Fell hilft mir zu überleben. Von ihm werde ich lernen.

 

 

 

 

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