Mich beschäftigt etwas! Etwas, was mir immer klarer wird und was viele Frauen irgendwann zu vergessen scheinen. Sie vergessen sich selbst! Ich lese in vielen Facebook – Gruppen all die Probleme und Schwierigkeiten, die entstehen, wenn das eigene Kind hochsensibel ist und man sich damit konfrontiert sieht, wie es in der Gesellschaft klar kommen soll. Ich lese all die Zweifel und Sorgen, ob das Verhalten des Kindes in Ordnung ist, normal ist, oder was man tun kann, um das Verhalten zu ändern. Und ich frage mich!

 

Wo seid ihr Frauen mit eurer Beziehung zu euch selbst?

 

Ich selbst bin keine Mutter. Und mir ist absolut bewusst, dass ich aus diesem Grund nicht alles nachvollziehen kann, ganz egal wie empathisch ich auch sein mag. Ich bin Erzieherin und arbeite seit mehr als zehn Jahren mit Kindern zusammen. Ich habe viele, viele Eltern kennengelernt und ich habe viele Erzieherinnen kennengelernt. Und wisst ihr, wann ich am „coolsten“ arbeiten konnte und wann Eltern mit Schwierigkeiten besonders gut umgehen konnten… wenn ich oder sie in ihrer Mitte waren! Und dasselbe gilt für meine Kolleginnen.

In der Arbeit und im gemeinsamen Leben mit Kindern, neigt man schnell dazu sich ganz und gar in die Schwierigkeiten des Kindes hineinzudenken und beginnt gezielt nach Lösungen zu suchen. Der Fokus liegt ausschließlich auf dem Kind. Und dabei vergessen wir etwas unglaublich Wichtiges!

 

Wir hängen alle zusammen!

 

Das Verhalten des Kindes kann sich natürlich ändern, wenn wir etwas an der Tagesstruktur ändern, ihm thematisch passende Bilderbücher vorlesen und darauf achten, dass ein überreiztes Nervensystem genug Zeit bekommt, sich wieder zu entspannen! Und sich damit zu beschäftigen ist wichtig und absolut sinnvoll. Das eigene Kind in seinen Bedürfnissen und Interessen zu sehen ist eine super wichtige Basis!

Aber wir unterschätzen oft die Bedeutung von unserer eigenen Energie, unserer Haltung, unserer Ausstrahlung.

Kinder und gerade hochsensible Kinder haben so viele Antennen, um unseren wahren Gemütszustand zu erspüren. Selbst wenn es ihnen nicht bewusst ist, unbewusst nehmen sie uns wahr. Und wir Erwachsene versuchen oft nach außen etwas zu sein, was im Innen nicht sind, oder spüren.

 

 

 

 

 

 

 

Wir versuchen stark zu sein und fühlen uns doch innerlich verunsichert.
Wir versuchen entspannt zu wirken und möchten gerne explodieren.
Wir lachen, obwohl uns nach weinen zumute ist.
Wir behaupten alles wäre in Ordnung, obwohl unsere Welt zusammenbricht.
Wir sind todmüde, aber ignorieren unsere Grenzen.

 

 

Kinder fühlen unsere innere Unstimmigkeit und sie können unterschiedlich damit umgehen. Im schlimmsten Fall projizieren sie es auf sich selbst, oder sie fühlen sich ebenfalls schnell verunsichert, ängstlich etc. Ganz egal wie, sie werden ihre Empfindungen auf ihre eigene Art und Weise ausdrücken und wir Erwachsene werden oft von diesem Verhalten gefordert. Aber es fordert nicht nur, dass wir eine Lösung für das Kind finden! Es fordert, dass wir eine Lösung für uns selbst finden.

 

Stellen wir uns eine Mutter (Hannah) vor, die ein hochsensibles Kind im Kindergartenalter hat und gerade oft Stress mit ihrer eigenen Mutter hat, sich die „Oma“ einmischt, es besser weiß und Hannah immer mehr beginnt an sich selbst zu zweifeln. Dieser Zustand hört nicht auf, sondern verfestigt sich immer weiter. Das Thema „Oma“ wird in der Beziehung oft thematisiert, der Kontakt zur Oma wird weniger, oder der Umgang zwischen den zwei Frauen angespannter. Ganz nebenbei wirkt die Situation auf Hannah auch emotional immer stärker. Sie ist schneller gereizt, fühlt sich schneller angegriffen und beginnt Unmengen an Ratgebern zu lesen, um alles „richtig“ zu machen. Das alles hat erstmal nichts mit dem Kind zu tun. Es wirkt aber auf das Kind. Das Kind kann das Gefühl entwickeln „Ich bin der Grund, warum Mama so schnell wütend wird“, das Kind kann traurig werden, weil es die Oma vermisst, das Kind kann ebenfalls anfangen sich der Oma gegenüber komisch zu verhalten, weil es dies von Hannah übernommen hat. Vielleicht wird das Kind selber schneller gereizt sein, schneller losweinen, oder hauen, oder wird ganz still und leise, damit die Mama nicht mehr wütend werden muss…

Hannah wird irgendwann auffallen, dass etwas mit ihrem Kind nicht stimmt. Vielleicht noch mehr Ratgeber lesen, vielleicht zur Erziehungsberatungsstelle gehen, sich tausend Fragen stellen, den Tagesablauf ändern, an der Beziehung arbeiten etc. Ihr Kind ist ihr Spiegel.

Und so geht es nicht nur darum für das Kind eine Lösung zu finden, sondern sich mutig auf den Weg zu sich selbst zu machen. Was hat das Verhalten meines Kindes, mit mir selbst zu tun? Was möchte mir das Verhalten meines Kindes sagen?

 

Kinder lernen von uns und sie brauchen uns als Vorbilder. Aber wir lernen auch von ihnen! Sie bieten uns eine einzigartige Möglichkeit an, uns mit uns selbst zu befassen! Und dazu möchte ich dich einladen.

 

Denn die stärkste Erfahrung die ich in meiner Arbeit mit Kindern und Eltern machen durfte, ist, dass sich das Verhalten der Kinder ändert, wenn wir Erwachsene unsere Haltung ändern. Dazu müssen wir zum einen das Kind besser verstehen und zum anderen uns selbst!

 

  • Warum „betrifft“ mich das Verhalten des Kindes so sehr?
  • Woher kommen meine Ängste?
  • Warum fühle ich mich so unsicher?

 

Diese und noch viel mehr Fragen können uns auf die eigenen Spuren führen!

 

 

Das Verhalten eines Kindes verstehen zu wollen, ist wie eine Spurensuche! Und zwar auch die, zu uns selbst.

 

 

Wenn wir innere Klarheit besitzen und ein Gefühl von innerer Sicherheit kennen, können wir dies ganz natürlich an das Kind ausstrahlen. Wenn wir wissen, wer wir selber sind und wo unsere eigenen Schmerzpunkte liegen, können wir unsere Emotionen vom Verhalten des Kindes unterscheiden lernen. Und wenn wir dann daran arbeiten, eine verdammt gute Beziehung zu uns selbst zu führen, uns trauen uns zu zeigen mit unserer ganz eigenen Kraft, dann sind wir authentische und starke Vorbilder, die Kinder wunderbar begleiten können.

 

Und das ist MEIN Ziel.

 

Ich arbeite jeden Tag daran, immer klarer herauszukristallisieren, wohin ich mit meinen zukünftigen Angeboten möchte. Und dieser Weg führt mich genau dahin. Zurück zu uns selbst! Bevor wir authentische, liebevolle und tolle Wegbegleiter für andere sein können, müssen wir das zunächst für uns selbst werden. Und das ist vielleicht die größte Herausforderung und die stärkste Einladung von den Kindern in unserem Leben.

 

Ich möchte Kinder begleiten, die später einmal Dinge hinterfragen werden, die ihre Kreativität nicht verlieren, die verrückt sind und verrückte Sachen machen, die ihre eigenen Grenzen ausloten und kennenlernen, die den Mut haben loszulaufen, die wissen, dass Scheitern kein Beinbruch ist, sondern Wachstum bedeutet, die Sicherheit kennenlernen durften und Liebe und die gelernt haben, eine gute Beziehung zu sich selbst zu führen. Denn das sind die Menschen und die zukünftigen Erwachsenen, die wir meiner Meinung nach brauchen werden. Echte Menschen! Menschen, die ihren Kern kennen und sich trauen sie selbst zu sein.

 

Und dafür müssen wir diesen Weg vor ihnen gehen!

 

 

Hast du eine gute Beziehung zu dir selbst?
Gehst du liebevoll mit dir und deinen Grenzen um?
Kümmerst du dich um dich selbst?
Hast du Zeit für dich?

 

In den letzten Wochen habe ich vor allem eins getan. An genau dieser Beziehung gearbeitet. Und das war oft nicht besonders schön. Denn ich muss gestehen, meine Beziehung zu mir selbst ist echt ausbaufähig. Ich bemühe mich täglich 🙂 Und es beginnt sich etwas zu verändern. In mir und dadurch tatsächlich auch im Außen. Weil ich etwas anderes ausstrahle, als noch vor ein paar Monaten und das ist ein ziemlich spannender Prozess.

 

Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn du deine Erfahrungen mit dir mir teilen würdest! Hast du Sehnsucht nach dir selbst? Geht das manchmal im Familienleben unter? Hast du manchmal das Gefühl, dass dein Kind etwas in dir „antriggert“, was eigentlich gar nichts mit deinem Kind zu tun hat, sondern mit deiner Vergangenheit?
Schreib mir! Gerne als Kommentar, oder als private Nachricht bei Kontakt.

 

Ich werde die kommenden zwei Monate dafür nutzen mich mit genau diesem Thema noch intensiver zu befassen und dazu ein passendes Coachingkonzept zu entwickeln.

 

Weil ich mir erwachsene Erwachsene wünsche, die in ihrer eigenen Kraft sind und Kinder dadurch optimal begleiten können!

 

 

Wenn du Interesse an diesem Coaching haben solltest, kannst du dich gerne in meinen Newsletter eintragen. Dort erhältst du als Erste alle Neuigkeiten! Oder mir eine Nachricht mit deinen Fragen/Themen schicken! Ich bin immer dankbar für euer Feedback und eure Anregungen!

 

Kinder sind so bunt wie die Welt. Und hey… wir Erwachsene auch!

Also lasst uns bunt sein!

 

Alles Liebe

Verena

 

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